Im Rahmen ihrer Reihe von Fachveranstaltungen mit den Mitgliedern begrüßte die Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer eine Gruppe von Führungskräften und Vertretern der Medizinprodukte- und Pharmaindustrie. An dem Treffen nahmen Faraz Jebeli, Geschäftsführer der Kammer, sowie Ali Majedi, Strategischer Berater der Kammer, teil. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die wichtigsten Herausforderungen der Branche, der Austausch über Ansätze zur Vertiefung der Zusammenarbeit sowie die Identifizierung neuer Potenziale für den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Iran und Deutschland.
Zu Beginn der Veranstaltung verwiesen die Vertreter der Kammer auf die Auswirkungen von Sanktionen, Krieg und den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Sie betonten die Bedeutung eines kontinuierlichen Dialogs mit den Mitgliedern sowie die Einbindung der Erfahrungen und Perspektiven der Unternehmen in die zukünftige Planung der Kammer. In diesem Zusammenhang wurden branchenspezifische Dialogveranstaltungen als wichtiger Bestandteil der Aktivitäten der Kammer vorgestellt, um die Bedürfnisse der Unternehmen zu identifizieren, bestehende Herausforderungen zu analysieren und praxisorientierte Unterstützungsmaßnahmen zu entwickeln.
Im weiteren Verlauf wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, bereits heute die erforderlichen Voraussetzungen für den Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit nach einer Verbesserung der Rahmenbedingungen zu schaffen. Zu den wichtigsten Themen gehörten der Aufbau verlässlicher Bankkanäle, die Förderung des Technologietransfers sowie die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen iranischen und deutschen Unternehmen. Darüber hinaus wurden die Dienstleistungen der Kammer in den Bereichen Unternehmensbonitätsprüfung, Risikobewertung sowie Überprüfung potenzieller Geschäftspartner als wichtige Instrumente zur Verringerung von Geschäftsrisiken und zur Stärkung des Vertrauens in internationale Kooperationen vorgestellt.
Die Vertreter der Medizinprodukte- und Pharmaindustrie schilderten anschließend die wichtigsten Herausforderungen ihrer Branche. Zu den zentralen Anliegen zählten die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen, der Transfer von Know-how und Technologien, die Intensivierung der Kooperation im Bereich Nahrungsergänzungsmittel, die Nutzung logistischer Kapazitäten zur Erleichterung des Warenverkehrs sowie die Schaffung verlässlicher Zahlungswege. Darüber hinaus sprachen sich die Teilnehmer für die Einrichtung geeigneter operativer Strukturen aus und regten die Gründung eines Unternehmens oder einer spezialisierten Arbeitsgruppe in Deutschland an, um den bilateralen Handel zu erleichtern, die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen beider Länder auszubauen und den Produktaustausch zu fördern.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung erklärte Ali Majedi, Strategischer Berater der Kammer, dass insbesondere kleine und mittlere Unternehmen in Ostdeutschland aufgrund ihrer geringeren Abhängigkeit vom US-amerikanischen Markt in vielen Fällen über größere Handlungsspielräume für eine Zusammenarbeit mit iranischen Unternehmen verfügten. Seiner Einschätzung nach könne die Nutzung des Potenzials dieser Unternehmen sowie die Zusammenarbeit über Drittunternehmen einen wichtigen Beitrag zur Intensivierung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen und zur Erleichterung des Handels leisten.