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Mitgliedernachrichten

Business Forum der Deutsch-Iranischen Industrie- und Handelskammer: Wissenstransfer und deutsche Technologien für die Zementindustrie

Die Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer veranstaltete ein Fachforum mit ihren Mitgliedern sowie führenden Vertretern und Entscheidungsträgern der Zementindustrie. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Herausforderungen und Chancen der Branche sowie Möglichkeiten zur Intensivierung der wirtschaftlichen und industriellen Zusammenarbeit zwischen Iran und Deutschland.

Die Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer (DIIHK) veranstaltete das Fachforum „Strategien der Zementindustrie in der Post-Sanktions-Phase“. An der Veranstaltung nahmen Mitglieder der Kammer sowie Führungskräfte und Vertreter der iranischen Zementindustrie teil. Das Forum wurde von Faraz Jebeli, Geschäftsführer der Kammer, und Kasra Emam Safavi, Stellvertretender Geschäftsführer, geleitet.

Zu Beginn der Veranstaltung verwies Faraz Jebeli auf die verbesserten Perspektiven der deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen und betonte die Notwendigkeit, die sich bietenden Chancen für eine Intensivierung der bilateralen Zusammenarbeit gezielt zu nutzen. In diesem Zusammenhang verwies er auch auf die jüngsten Gespräche der Kammer mit der iranischen Botschaft in Berlin und unterstrich die Bedeutung einer frühzeitigen Vorbereitung auf eine mögliche Post-Sanktions-Phase.

„Die Kammer verfolgt das Ziel, die spezifischen Anforderungen einzelner Branchen sorgfältig zu analysieren, um frühere Herausforderungen nicht zu wiederholen und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine bestmögliche Nutzung künftiger Chancen zu schaffen“, erklärte Jebeli.

Die Vertreter der Zementindustrie stellten fest, dass die Abhängigkeit der Branche von Deutschland bei der Beschaffung von Rohstoffen und – in weiten Teilen – auch von Ersatzteilen deutlich zurückgegangen sei. Gleichzeitig betonten sie, dass der Transfer deutschen Know-hows und moderner Technologien weiterhin einen erheblichen Mehrwert für die Modernisierung der industriellen Infrastruktur schaffen könne.

Jebeli hob zudem die besondere Rolle Deutschlands als wichtigsten Handelspartner Irans innerhalb der Europäischen Union hervor: „Trotz des Rückgangs des bilateralen Handelsvolumens in den vergangenen Jahren sind die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Iran und Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Partnern bemerkenswert stabil geblieben. Mit ihren Fachveranstaltungen und dem kontinuierlichen Dialog zwischen den Unternehmen trägt die Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer dazu bei, die iranische Industrie auf einen stärkeren Markteintritt in Deutschland sowie auf mögliche Chancen in einer Post-Sanktions-Phase vorzubereiten.“

Darüber hinaus erläuterte er die Rolle der Kammer als unabhängige Institution zur Förderung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Zu den wichtigsten Dienstleistungen zählen Matchmaking-Veranstaltungen, die Förderung von B2B-Kontakten, branchenspezifische Weiterbildungsangebote sowie die Vermittlung von Kontakten zwischen iranischen und deutschen Unternehmen.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung unterstrichen die Teilnehmer die Bedeutung der Fortführung und des Ausbaus der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Als größte Herausforderungen wurden Einschränkungen im internationalen Zahlungsverkehr, Bankensanktionen, Risiken internationaler Geschäftsbeziehungen, logistische Schwierigkeiten, steigende Transportkosten sowie einzelne Zollhemmnisse genannt.

Abschließend betonten die Teilnehmer die Notwendigkeit, praxisorientierte Lösungen zum Abbau dieser Hindernisse zu entwickeln, Handelsprozesse zu erleichtern und den direkten Austausch zwischen Unternehmen beider Länder weiter auszubauen. Die Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer könne dabei durch die Identifizierung geeigneter Kooperationsmöglichkeiten einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Exporten, Investitionen und industriellen Partnerschaften in der Zementindustrie leisten.