Kammer-Nachrichten Allgemein

Prüfung der Kooperationsmöglichkeiten mit Deutschland in der Haushaltsgeräteindustrie

Prüfung der Kooperationsmöglichkeiten mit Deutschland in der Haushaltsgeräteindustrie
Die Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer veranstaltete im Rahmen ihrer Bemühungen zur Förderung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen Iran und Deutschland ein Treffen mit Führungskräften der Haushaltsgerätebranche. Ziel der Veranstaltung war es, die Chancen und Herausforderungen dieser Branche gemeinsam mit Kammermitgliedern und Vertretern namhafter Unternehmen zu erörtern.

Die Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer setzte ihre Fachveranstaltungen zur Förderung des Austauschs zwischen Wirtschaftsakteuren fort und begrüßte diesmal Mitglieder der Kammer sowie Führungskräfte und Vertreter von Unternehmen aus der Haushaltsgerätebranche. Im Mittelpunkt des Treffens standen die aktuellen Herausforderungen der Branche, die Bedürfnisse der Unternehmen sowie potenzielle Kooperationsmöglichkeiten mit deutschen und europäischen Partnern.

Zu Beginn der Veranstaltung wurde die Bedeutung branchenspezifischer Business-Foren der Kammer als Plattform für den direkten Austausch zwischen iranischen und deutschen Wirtschaftsakteuren hervorgehoben. Darüber hinaus wurden die Aufgaben der Kammer bei der Identifizierung der Bedürfnisse und Prioritäten iranischer Unternehmen sowie bei der Vermittlung potenzieller deutscher Geschäftspartner erläutert. Als mögliche Maßnahmen zur Intensivierung der Handelsbeziehungen wurden bilaterale B2B-Gespräche, Matchmaking-Programme, Fachworkshops, die Organisation von Handelsdelegationen sowie die Teilnahme an internationalen Fachmessen vorgestellt.

Im weiteren Verlauf erläuterte Kasra Emam-Saffari, stellvertretender Geschäftsführer der Deutsch-Iranischen Industrie- und Handelskammer, die Handelsentwicklung im Bereich Haushaltsgeräte und die Einfuhren aus Deutschland. Mit Blick auf die Schwankungen im bilateralen Handel betonte er das erhebliche Potenzial für eine weitere Zusammenarbeit. Trotz rückläufiger Importe in einigen Jahren habe sich der Handel in den darauffolgenden Jahren teilweise wieder erholt.

Er hob insbesondere die komplementären Stärken beider Länder hervor: „Iran verfügt über Kapazitäten in den Bereichen Montage und Serienproduktion, die Herstellung von Metall- und Kunststoffkomponenten, ein weitreichendes Kundendienstnetz sowie wettbewerbsfähige Arbeitskosten. Deutschland hingegen besitzt bedeutende Vorteile in der Produktentwicklung und -technik, bei elektronischen Technologien, im Formen- und Werkzeugbau, in der Automatisierung von Produktionslinien sowie in der Standardisierung. Die Nutzung dieser sich ergänzenden Kompetenzen kann den Weg für eine engere industrielle und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern ebnen.“

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens waren die Aktivitäten der Kammer zur Vorstellung des iranischen Marktes und der Potenziale der heimischen Haushaltsgeräteindustrie. In diesem Zusammenhang wurden die Erstellung und Durchführung einer entsprechenden Informationskampagne sowie die Verbreitung von Marktberichten an deutsche Unternehmen thematisiert. Die Kampagne stieß bei deutschen Unternehmen und Branchenverbänden auf positive Resonanz.

Darüber hinaus wurde die geplante Teilnahme beziehungsweise der Besuch der internationalen Fachmesse Ambiente als eine der kommenden Aktivitäten der Kammer angesprochen. Auch die internationale Messe IFA wurde als wichtige Gelegenheit zur Präsentation der Potenziale der iranischen Haushaltsgeräteindustrie und zum Ausbau geschäftlicher Kontakte erörtert. Ein Teilnehmer berichtete von seinen persönlichen Messeerfahrungen und wies dabei auf einige Herausforderungen bei der Beschaffung und Organisation von Messeständen hin.

Die anwesenden Kammermitglieder und Unternehmensvertreter nutzten die Gelegenheit, ihre aktuellen Herausforderungen und Bedürfnisse zu schildern und betonten die Notwendigkeit einer stärkeren Unterstützung iranischer Unternehmen durch die Kammer.

Abschließend wurde die Bedeutung einer kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen der Deutsch-Iranischen Industrie- und Handelskammer und den Unternehmen der Haushaltsgerätebranche hervorgehoben. Ein regelmäßiger Informationsaustausch, die Identifizierung gemeinsamer Geschäftsmöglichkeiten und die konsequente Weiterverfolgung potenzieller Kooperationen mit deutschen Unternehmen wurden als wichtige Schritte zur Stärkung der Handels- und Industriebeziehungen zwischen Iran und Deutschland betrachtet.