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Business Forum Landwirtschaft und Lebensmittel: Ausbau des Anteils iranischer Lebensmittelexporte nach Deutschland

Business Forum Landwirtschaft und Lebensmittel: Ausbau des Anteils iranischer Lebensmittelexporte nach Deutschland
Bei einem Austausch zwischen der Deutsch-Iranischen Industrie- und Handelskammer und Vertretern der Landwirtschafts- und Lebensmittelbranche wurden die wichtigsten handelspolitischen Herausforderungen in diesem Bereich, Möglichkeiten zur Erleichterung des Zahlungsverkehrs, der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen iranischen und deutschen Unternehmen sowie die bestehenden Potenziale zur Steigerung der iranischen Lebensmittelexporte nach Deutschland erörtert.

Im Rahmen ihrer Reihe von Fachgesprächen mit ihren Mitgliedern empfing die Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer eine Gruppe von Führungskräften und Vertretern der Lebensmittelbranche. Das Treffen fand unter Beteiligung von Kasra Emam-Saffari, stellvertretender Geschäftsführer der Kammer, statt. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen der Branche, der Austausch über Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Zusammenarbeit sowie die Identifizierung neuer Potenziale für den Ausbau der Handelsbeziehungen zwischen Iran und Deutschland.

Zu Beginn des Treffens wurde auf die Bedeutung Deutschlands als wichtigster und größter Handelspartner Irans innerhalb der Europäischen Union hingewiesen und das erhebliche Kooperationspotenzial im Bereich der Lebensmittelindustrie hervorgehoben. Die Lebensmittelindustrie zählt zu den wichtigen Bereichen des Handels zwischen den beiden Ländern. Trotz des erheblichen Importvolumens Deutschlands ist der Anteil Irans an diesem Markt weiterhin begrenzt und liegt bei lediglich rund 0,03 Prozent. Dies verdeutlicht das erhebliche Potenzial für eine Steigerung der Exporte und eine stärkere Präsenz iranischer Unternehmen auf dem deutschen Markt.

Im weiteren Verlauf des Treffens erläuterten die Vertreter der Lebensmittelbranche ihre wichtigsten Anliegen und Herausforderungen. Insbesondere die bestehenden Probleme im Bankensektor und die Einschränkungen bei den Kanälen für den internationalen Zahlungsverkehr wurden als zentrale Herausforderungen genannt. Die Mitglieder der Kammer betonten die Notwendigkeit, dass die Kammer ihre Rolle als Brücke zwischen den Wirtschaftsakteuren Irans und Deutschlands weiter ausbaut und geeignete Mechanismen zur Erleichterung des Handels und des Zahlungsverkehrs entwickelt.

Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs lag auf der Nutzung des Potenzials von Iranerinnen und Iranern sowie iranischen Wirtschaftswissenschaftlern, die in Deutschland leben. Aufgrund ihrer Vertrautheit mit den wirtschaftlichen und geschäftlichen Rahmenbedingungen beider Länder können sie eine wichtige Rolle bei der Vernetzung von Wirtschaftsakteuren und bei der Identifizierung neuer Kooperationsmöglichkeiten spielen. Darüber hinaus wurde von den Mitgliedern die Durchführung von Schulungen sowie die Bereitstellung von Informationen zu den Standards und Anforderungen des deutschen und europäischen Marktes angeregt.

Im weiteren Verlauf verwies Kasra Emam-Saffari, stellvertretender Geschäftsführer der Deutsch-Iranischen Industrie- und Handelskammer, auf die Maßnahmen der Kammer zur Stärkung des Austauschs mit ihren Mitgliedern und erklärte: „Die Kammer ist bestrebt, den Zugang ihrer Mitglieder zu den benötigten Dienstleistungen und Informationen zu erleichtern, damit jedes Mitglied die bestehenden Potenziale bestmöglich nutzen kann.“

Er betonte zudem die Bedeutung der Bereitstellung spezialisierter Dienstleistungen für die Mitglieder sowie der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für die Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den Wirtschaftsakteuren. Im Hinblick auf die Unternehmensprüfung und Bonitätsbewertung wies Emam-Saffari darauf hin, dass sich die Kammer stets darum bemüht habe, ihren Mitgliedern die erforderlichen Dienstleistungen und Informationen in diesem Bereich zur Verfügung zu stellen und dadurch zur Stärkung des Vertrauens sowie zur Erleichterung der Geschäftsbeziehungen zwischen iranischen und deutschen Geschäftspartnern beizutragen.

Zum Abschluss des Treffens wurde die Fortsetzung der Fachgespräche mit Vertretern der Lebensmittelbranche, die Stärkung der Vernetzung zwischen den Mitgliedern, die Identifizierung von Kooperationspotenzialen sowie die Überführung der vorgebrachten Vorschläge in konkrete Maßnahmen betont.

Darüber hinaus wurde vereinbart, die im Rahmen des Treffens angesprochenen Themen und Vorschläge bei der künftigen Planung der Kammer zur Unterstützung der Akteure der Lebensmittelbranche und zur Weiterentwicklung der Handelsbeziehungen zwischen Iran und Deutschland zu berücksichtigen.