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Fachgespräch Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie – Ein Schritt zur Entwicklung des Handels zwischen Iran und Deutschland

Fachgespräch Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie – Ein Schritt zur Entwicklung des Handels zwischen Iran und Deutschland
Bei einem Fachgespräch der Deutsch-Iranischen Industrie- und Handelskammer (DIIHK) wurden die wichtigsten Potenziale und Herausforderungen für die Entwicklung der Handelsbeziehungen zwischen Iran und Deutschland erörtert. An dem Treffen nahmen zahlreiche Unternehmer, Branchenvertreter und Mitglieder aus den Bereichen Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie teil, darunter Vertreter von Zarkam, Solico Kalleh, Novin Saffron, Farkhondeh, Ghoncheh und Nazgol, Nan Sahar, Naderi, Hofenberg, Delveseh, Nanavaran, Masterfoodeh, Vitana, Shirin Asal, Tak Makaron, Tahieh Ghaza Farsi, Doucheh Amol Haraz, Samira Macaroni, Golnan Puratos, Mihan und Kelana sowie Vertreter der Lebensmittelindustrie-Kommission der Iranischen Handelskammer, des Importverbandes, der Kommission für Handelserleichterung und -entwicklung und des iranischen Hauses für Industrie, Bergbau und Handel.

Im Rahmen ihrer fortlaufenden Fachgespräche mit ihren Mitgliedern begrüßte die Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer eine Gruppe von Managern und Branchenvertretern aus den Bereichen Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie.

An dem Treffen, das mit Shahin Asghari, Präsident der Deutsch-Iranischen Industrie- und Handelskammer, und Arash Soltani, Mitglied des Präsidiums der Kammer, sowie einer Gruppe renommierter Unternehmer und Vertreter der iranischen Lebensmittelindustrie in den Räumlichkeiten der Kammer stattfand, wurden unter anderem die Steigerung der Exporte von Lebensmitteln, die Entwicklung der Märkte für Halal- und Bio-Produkte, die Erleichterung des Zahlungsverkehrs, der Technologietransfer, eine gezielte Teilnahme iranischer Unternehmen an deutschen Fachmessen sowie die Anforderungen für den Eintritt in den deutschen Markt diskutiert.

Zum Auftakt der Sitzung betonte Shahin Asghari die Bedeutung der Lebensmittelindustrie für die Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer: „Die iranische Lebensmittelindustrie verfügt über ein sehr großes Potenzial. Wir sind jedoch der Auffassung, dass Iran während der Zeit des JCPOA besser auf die damals entstandenen wirtschaftlichen Öffnungsmöglichkeiten hätte vorbereitet sein müssen. Daher sind wir überzeugt, dass die aktive Beteiligung der Akteure der Lebensmittelindustrie gute Chancen für eine Ausweitung der Handelsbeziehungen mit Deutschland in diesem Bereich bietet. Der größte Exportbereich Irans nach Deutschland ist die Lebensmittelindustrie. Angesichts der Größe des deutschen Marktes in diesem Bereich kann Iran jedoch auf ein weiteres Wachstum der Handelsbeziehungen mit Deutschland setzen.“

Asghari verwies zudem auf die Bedeutung Deutschlands als wichtigsten Handelspartner Irans in Europa und betonte das große Potenzial des deutschen Marktes. Die deutschen Lebensmittelimporte in Höhe von 32 Milliarden Euro sowie die Rolle der Kammer bei der Steigerung des iranischen Marktanteils waren zentrale Themen des Treffens.

In diesem Zusammenhang nannten die anwesenden Branchenvertreter die Steigerung der iranischen Exporte von Halal-Produkten und den Ausbau der Präsenz auf dem Markt für Bio-Produkte als wichtige Ziele. Gleichzeitig betonten sie die Notwendigkeit, konkrete und praktikable Lösungen für den Markteintritt iranischer Unternehmen in Deutschland zu identifizieren, insbesondere angesichts der bestehenden Einschränkungen und Herausforderungen infolge der Sanktionen.

Arash Soltani, Mitglied des Vorstands der Kammer, betonte die Notwendigkeit, die Anfragen und Anliegen der Mitglieder sorgfältig und gezielt zu prüfen. Er forderte die Kammer auf, die spezifischen Bedürfnisse der einzelnen Branchen zu identifizieren und ihre Unterstützung und Dienstleistungen entsprechend den Bedingungen der jeweiligen Wirtschaftsakteure anzubieten.

Rashid Azizpour, Vorsitzender der Kommission für die Lebensmittelindustrie der Iranischen Handels-, Industrie-, Bergbau- und Landwirtschaftskammer, verwies in seinem Beitrag auf die Potenziale Irans in der Lebensmittelindustrie: „Eines der wichtigsten Ziele iranischer Unternehmen ist die Steigerung der Exporte von Halal-Produkten und eine stärkere Präsenz dieser Produkte auf den internationalen Märkten. Darüber hinaus bietet auch der Eintritt in den Markt für Bio-Produkte und dessen Erschließung gute Chancen für die Entwicklung der iranischen Exporte. Angesichts der Produktionskapazitäten des Landes und der steigenden weltweiten Nachfrage nach Halal- und Bio-Produkten können durch die Verbesserung von Qualität, Standards und Verpackung die Voraussetzungen für eine stärkere Präsenz iranischer Unternehmen auf diesen Märkten geschaffen werden.“

Kaveh Zargaran, Mitglied der Vertreterversammlung der Iranischen Handelskammer, verwies auf die erheblichen Potenziale der iranischen Lebensmittelindustrie und betonte die Notwendigkeit, die Handelskooperation zwischen Iran und Deutschland auszubauen: „Die iranische Lebensmittelindustrie verfügt über großes Potenzial für die Steigerung der Exporte und die Präsenz auf internationalen Märkten. Eine stärkere Handelskooperation zwischen Iran und Deutschland kann dazu beitragen, diese Potenziale besser zu nutzen, die Märkte für iranische Produkte auszubauen und neue Kooperationsmöglichkeiten für Wirtschaftsakteure beider Länder zu schaffen.“

Anschließend betonte Abolhasan Khalili, ein erfahrener Vertreter der Lebensmittelindustrie, die Bedeutung einer gezielten Präsenz iranischer Unternehmen auf internationalen Fachmessen: „Eine der wichtigen Maßnahmen zur Entwicklung der Exporte ist die Entsendung gezielter und spezialisierter Delegationen zu Fachmessen in verschiedenen Branchen, darunter auch die Lebensmittelindustrie. Diese Delegationen können geeignete Märkte identifizieren, direkten Kontakt zu Wirtschaftsakteuren herstellen und Kooperationspotenziale prüfen. Auf diese Weise können neue Geschäftsmöglichkeiten geschaffen und die Exporte iranischer Unternehmen ausgebaut werden.“

Der Präsident der Deutsch-Iranischen Industrie- und Handelskammer verwies ebenfalls auf die bisherigen Maßnahmen in diesem Bereich und erklärte: „Die Kammer hat bereits Fachdelegationen aus verschiedenen Industriebereichen nach Deutschland entsandt und setzt ihre Bemühungen fort, entsprechend den Bedürfnissen der jeweiligen Branchen die Unterstützung und den Zugang iranischer Wirtschaftsakteure zum deutschen Markt zu erleichtern.“

Im weiteren Verlauf des Treffens wurde der Technologietransfer sowie die Nutzung deutschen Know-hows und technischer Ausrüstung thematisiert. Auch Probleme im Zusammenhang mit dem Zahlungsverkehr und Versicherungen sowie mögliche Lösungen zur Erleichterung dieser Prozesse wurden erörtert.

Einer der anwesenden Branchenvertreter verwies auf den Import deutscher Maschinen nach Iran und betonte die Notwendigkeit, die Präsenz deutscher Techniker und Fachkräfte für die Installation, Inbetriebnahme und Nutzung dieser Anlagen zu erleichtern. Gleichzeitig wurde die Kammer aufgefordert, in diesem Bereich eine aktive Rolle zu übernehmen.

Asghari erklärte hierzu: „Die Kammer kann im Handelsbereich den Wirtschaftsakteuren Informationen und die erforderlichen Standards des deutschen Marktes zur Verfügung stellen. Dadurch können Unternehmen die Anforderungen dieses Marktes besser verstehen und sich gezielter auf Exporte und die Weiterentwicklung ihrer Aktivitäten vorbereiten.“

Hooman Hajipour, Generalsekretär des Importverbandes, dankte ebenfalls der Deutsch-Iranischen Industrie- und Handelskammer und betonte deren wichtige Rolle bei der Entwicklung und Erleichterung der Handelsbeziehungen zwischen Iran und Deutschland. Er hob zudem die Bedeutung der Kammer bei der Vernetzung von Wirtschaftsakteuren und beim Ausbau der Handelskooperation in verschiedenen Branchen, insbesondere in der Lebensmittelindustrie, hervor.

Das Treffen endete mit der Betonung der Rolle der Deutsch-Iranischen Industrie- und Handelskammer als Vermittlerin und Unterstützerin der Handelsbeziehungen, der Identifizierung neuer Kooperationspotenziale, der Stärkung der Kontakte zwischen iranischen und deutschen Unternehmen sowie der Schaffung von Voraussetzungen für eine stärkere Präsenz iranischer Produkte auf dem deutschen Markt.

Darüber hinaus wurde die Fortsetzung des fachlichen Austauschs mit Akteuren aus den Bereichen Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie sowie die weitere Prüfung und Verfolgung der in diesem Treffen vorgebrachten Vorschläge und Anliegen betont.