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SUMMARY:EU auf der Suche nach dem lateinamerikanischen Markt
DESCRIPTION:EU auf der Suche nach dem lateinamerikanischen Markt \nTrotz K
 ritik von Landwirten und Umweltschützern hat die Europäische Kommission
  den ersten Schritt zur Verabschiedung des Freihandelspakets mit dem Geme
 insamen Markt der südamerikanischen Länder (Mercosur) und Mexiko untern
 ommen.Die Europäische Union hat mehr als 25 Jahre damit verbracht\, ein 
 Freihandelsabkommen mit Argentinien\, Brasilien\, Uruguay und Paraguay\, 
 den vier Gründungsmitgliedern des Gemeinsamen Marktes des Südens (Merco
 sur)\, auszuhandeln. Brüssel sieht in diesem Abkommen eine Chance\, neue
  Märkte zu erschließen und die eigene Position zu stärken. Doch der Pl
 an stößt auf Widerstand einer breiten Palette von Interessengruppen und
  europäischen Politikern.\nWorum geht es bei dem EU-Mercosur-Abkommen?\n
 Ziel des Abkommens ist es\, den Warenfluss zwischen den Mitgliedstaaten d
 er EU und den vier Mercosur-Volkswirtschaften zu erleichtern. Die EU sagt
 \, das Abkommen werde eine der größten Handelszonen der Welt mit mehr a
 ls 780 Millionen Menschen schaffen und könne helfen\, die Auswirkungen d
 er US-Zölle durch neue Exportmöglichkeiten abzufedern. Ignacio Garcia B
 ercero\, Senior Fellow beim Brüsseler Thinktank Bruegel\, erklärt: „D
 ieses Abkommen ist wahrscheinlich eines der wichtigsten und einflussreich
 sten Handelsabkommen\, die je geschlossen wurden.“\nIm Rahmen des Abkom
 mens werden beide Seiten innerhalb weniger Jahre über 90 Prozent der der
 zeit aufeinander erhobenen Zölle abschaffen. Dazu gehören Zölle zwisch
 en 20 und 35 Prozent auf europäische alkoholische Getränke sowie 35 Pro
 zent auf europäische Autos\, die von Mercosur erhoben werden. Außerdem 
 verspricht die EU den Unternehmen einen „exklusiven\, bevorzugten Zugan
 g zu kritischen Rohstoffen und grünen Gütern“. So dürfen europäisch
 e Länder beispielsweise begrenzte Mengen Rindfleisch aus Mercosur mit ei
 nem Zoll von weniger als 7\,5 Prozent einführen.\nWarum machen sich euro
 päische Landwirte Sorgen?\nLandwirtschaftsverbände haben das EU-Mercosu
 r-Abkommen scharf kritisiert. Die mächtige Lobbygruppe Copa-Cogeca bezei
 chnete es in einer Stellungnahme als „wirtschaftlich und politisch sch
 ädlich für die Landwirte\, ländlichen Gemeinden und Verbraucher Europa
 s“. Hauptsorge der europäischen Landwirte ist\, dass Importe unlautere
 n Wettbewerb schaffen und die Lebensmittelqualität senken könnten. Beso
 nders umstritten sind Rindfleisch\, Geflügel und Zucker.\nUm solche Bede
 nken zu zerstreuen\, hat die Europäische Kommission mehrere Maßnahmen v
 orgeschlagen\, die helfen sollen\, mögliche Marktstörungen durch das Fr
 eihandelsabkommen abzumildern. Dazu zählen die schrittweise Öffnung des
  EU-Marktes\, Importbeschränkungen für bestimmte Produkte sowie ein Unt
 erstützungsfonds in Höhe von 6\,3 Milliarden Euro für EU-Landwirte. De
 r nächste Vorschlag für die Gemeinsame Agrarpolitik der EU\, traditione
 ll einer der größten Posten im EU-Haushalt für Agrarsubventionen\, ver
 spricht zudem über 300 Milliarden Euro Einkommensstützung für Landwirt
 e.\nVon Gegnern zur Zustimmung\nFrankreich\, das Agrarzentrum Europas\, w
 ar lange einer der entschiedensten Gegner des Abkommens. Doch am Mittwoch
 \, dem 3. September\, erklärte der französische Handelsminister Laurent
  Saint-Martin in sozialen Medien\, die Maßnahmen der EU seien „ein Sch
 ritt in die richtige Richtung“. Auch die italienische Regierung\, ebenf
 alls ein Kritiker des Abkommens\, begrüßte am Donnerstag in einer Stell
 ungnahme die „zusätzlichen Schutzmaßnahmen zum Schutz der europäisch
 en Landwirte“. Der größte Gegner bleibt jedoch Polen\, der größte G
 eflügelproduzent der EU\, der 2024 aus Exporten in EU-Länder 3\,3 Milli
 arden Euro Einnahmen erzielte.\nTrotz dieser Debatten sagen Experten\, da
 s Handelsabkommen werde ein starkes politisches Signal an die Welt senden
 . Sie sind überzeugt\, dass die unvorhersehbare Zollpolitik der Vereinig
 ten Staaten und die Herausforderungen im Handel mit China das Abkommen mi
 t Mercosur noch entscheidender gemacht haben.\nQuelle: Deutsche Welle –
  Handelsblatt\n\n
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